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Ein echtes Theatererlebnis: Es wird gespielt und gesungen, gebangt und gelacht, erlebt und gewandert: Anrührendes Volkstheater eben.
Wir spazieren durch Raum und Zeit – und gehen in das Jahr 1954. Vieles von dem, was wir erzählen ist tatsächlich so passiert, wahrscheinlich sogar genau hier, in Tamm.
Und Manches könnte vielleicht so gewesen sein:
Zwei junge Menschen, Horst und Vera sind verliebt und suchen jede Gelegenheit, sich ganz “zufällig” zu treffen. Aber sich verabreden, gar zusammen gehen, das darf 1954 in einem kleinen Ort wie Tamm nicht sein. Erst recht nicht, wenn es sich bei dem Mädchen um ein Flüchtlingsmädchen - eine “Rucksack-Deutsche”- handelt. Dass die Familie katholisch ist, macht es nicht besser - im Gegenteil.
Die Mutter Maria Pentz musste damals mit ein paar wenigen verbliebenen Habseligkeiten mit ihrer Tochter Vera und dem kleinen Erich aus Ostpreußen fliehen und fand bei Lina Keppler, der Seele vom Flecken, Quartier. Aber auch Lina ist nicht begeistert, wie Vera und Horst miteinander umgehen...
Es herrscht Männermangel am Ort. Väter, Brüder und Söhne sind gefallen, noch immer in Gefangenschaft oder vermisst. Aber einer ist noch hier: Der Postbote Hugo, ein artiger Kerl, ein bisschen einfältig vielleicht, aber unverheiratet...
Hoffen und Bangen bei der Familie Nägele: Horsts Familie wartet auf ein Lebenszeichen vom Vater Karl, der noch immer nicht aus Russland zurückgekehrt ist. Mutter Erna hat es schwer mit der vielen Arbeit auf dem Hof und ihren 4 Kindern, die dennoch tatkräftig mithelfen – wenn sie sich nicht um ihr Lieblingthema kümmern müssen: Wird denn Sepp Herbergers Mannschaft in diesem Jahr Weltmeister?!
Die Kinder im Dorf treffen sich nachmittags zum Bolzen und zu jedem Spiel vor dem Radio. Zum alles entscheidenden Spiel muss man aber unbedingt vor den einzigen Fernseher den es gibt im Ort: in die Wirtschaft! Dort kommen alle zusammen: Die Einheimischen und die Fremden, Postbote, Lehrerin, Meßmerin, der Wirt sowieso, die Jungen und die Alten.
Der Ausgang des Endspiels in Bern ist legendär - so, wie das Zusammentreffen beim Wirt... Lassen Sie sich überraschen!
Das Stück dauert ungefähr 2 Stunden wobei die Zuschauer 7 Stationen passieren werden. Manche Szenen werden in Gebäuden gespielt, wo es zum Teil Sitzgelegenheiten gibt. Wir sind zwar vom Wetter abhängig, möchten aber auf jeden Fall und bei jedem Wetter spielen. Das Geschehen bewegt sich zwischen der historischen Kelter, der Bartholomäuskirche, der Kirchgasse, dem Alten Rathaus und spielt auch auf den Strassen dazwischen.
Geschrieben hat das Stück Barbara Schüßler, Schulleiterin aus Ludwigsburg. Sie stellt aktuelle Integrationsansätze am historischen Beispiel dar. Viele ihrer umfangreichen Recherchen bezogen sich auf den Kreis Ludwigsburg. 
| | | | DIE FLÜCHTLINGSFAMILIE: | | | Maria Pentz | Edith Aust | | Vera Pentz | Melanie Bayer | | Erich Pentz | Alexander Malessa | | | | | DIE SCHWÄBISCHE FAMILIE: | | | Erna Nägele | Claudi Mattes | | Horst Nägele | Christian Schneider | | Erika Nägele | Irina Aust | | Theo Nägele | Dominic Aust | | Günther Nägele | Tobias Schneider | | Karl Nägele | Alexander Reichmann | | | | | FIGUREN IM ORT: | | | Postbote Hugo | Olli Köppel | | Lina Keppler | Moni Laier | | Waltraud Bäuerle | Tanja Jung | | Wernerle Bäuerle | Robin Mümmler | | | | | Kneipenwirt Willi | Stefan Wagner | | Meßmerin Else | Janina Mattes | | Lehrerin Frl. Güntner | Daniela Staiger | | | | | WEITERE KINDER DES ORTES: | | | Fritz (Willis Laufbursche) | Oliver Specht | | Hans | Marcel Merkl | | Helga | Nadja Näpfel | | Karl-Heinz | Dennis Hutfles | | Paul | Daniel Schmidt | | | | | REGIE: | Sabine Geiger | | Regieassistenz: | Oliver Köppel |

"Wir spielen bei jedem Wetter! Start ist immer an der Kelter, Untere Kelterstrasse, Tamm.
Eintritt: 11,- E / 8,- E
Vorverkaufsstellen: Rathaus Tamm, Geschäftsstelle TV Tamm, Hausgeräte Buhlinger, Schreibwaren Kellerstrass.
DIE EINTRITTSKARTE BITTE SORGFÄLTIG AUFBEWAHREN UND AUF VERLANGEN VORZEIGEN" 

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