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Bericht 2008 / 2009
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DAS STÜCK:

Ein echtes Theatererlebnis: Es wird gespielt und gesungen, gebangt
und gelacht, erlebt und gewandert: Anrührendes Volkstheater eben.

Wir spazieren durch Raum und Zeit – und gehen in das Jahr 1954. Vieles
von dem, was wir erzählen ist tatsächlich so passiert, wahrscheinlich sogar
genau hier, in Tamm.

Und Manches könnte vielleicht so gewesen sein:

Zwei junge Menschen, Horst und Vera sind verliebt und suchen jede Gelegenheit,
sich ganz “zufällig” zu treffen. Aber sich verabreden, gar zusammen
gehen, das darf 1954 in einem kleinen Ort wie Tamm nicht sein. Erst
recht nicht, wenn es sich bei dem Mädchen um ein Flüchtlingsmädchen -
eine “Rucksack-Deutsche”- handelt. Dass die Familie katholisch ist, macht
es nicht besser - im Gegenteil.

Die Mutter Maria Pentz musste damals mit ein paar wenigen verbliebenen
Habseligkeiten mit ihrer Tochter Vera und dem kleinen Erich aus Ostpreußen
fliehen und fand bei Lina Keppler, der Seele vom Flecken, Quartier. Aber
auch Lina ist nicht begeistert, wie Vera und Horst miteinander umgehen...

Es herrscht Männermangel am Ort. Väter, Brüder und Söhne sind gefallen,
noch immer in Gefangenschaft oder vermisst. Aber einer ist noch hier: Der
Postbote Hugo, ein artiger Kerl, ein bisschen einfältig vielleicht, aber unverheiratet...

Hoffen und Bangen bei der Familie Nägele: Horsts Familie wartet auf ein
Lebenszeichen vom Vater Karl, der noch immer nicht aus Russland zurückgekehrt
ist. Mutter Erna hat es schwer mit der vielen Arbeit auf dem Hof
und ihren 4 Kindern, die dennoch tatkräftig mithelfen – wenn sie sich nicht
um ihr Lieblingthema kümmern müssen: Wird denn Sepp Herbergers
Mannschaft in diesem Jahr Weltmeister?!

Die Kinder im Dorf treffen sich nachmittags zum Bolzen und zu jedem Spiel
vor dem Radio. Zum alles entscheidenden Spiel muss man aber unbedingt
vor den einzigen Fernseher den es gibt im Ort: in die Wirtschaft! Dort kommen
alle zusammen: Die Einheimischen und die Fremden, Postbote, Lehrerin,
Meßmerin, der Wirt sowieso, die Jungen und die Alten.

Der Ausgang des Endspiels in Bern ist legendär - so, wie das Zusammentreffen
beim Wirt... Lassen Sie sich überraschen!

Das Stück dauert ungefähr 2 Stunden wobei die Zuschauer 7 Stationen passieren
werden. Manche Szenen werden in Gebäuden gespielt, wo es zum
Teil Sitzgelegenheiten gibt. Wir sind zwar vom Wetter abhängig, möchten
aber auf jeden Fall und bei jedem Wetter spielen. Das Geschehen bewegt
sich zwischen der historischen Kelter, der Bartholomäuskirche, der Kirchgasse,
dem Alten Rathaus und spielt auch auf den Strassen dazwischen.

Geschrieben hat das Stück Barbara Schüßler, Schulleiterin aus Ludwigsburg.
Sie stellt aktuelle Integrationsansätze am historischen Beispiel dar. Viele
ihrer umfangreichen Recherchen bezogen sich auf den Kreis Ludwigsburg.


DIE DARSTELLER
  
DIE FLÜCHTLINGSFAMILIE:  
Maria Pentz Edith Aust 
Vera Pentz Melanie Bayer 
Erich Pentz Alexander Malessa 
  
DIE SCHWÄBISCHE FAMILIE:  
Erna Nägele Claudi Mattes 
Horst Nägele Christian Schneider 
Erika Nägele Irina Aust 
Theo Nägele Dominic Aust 
Günther Nägele Tobias Schneider 
Karl Nägele Alexander Reichmann 
  
FIGUREN IM ORT:  
Postbote Hugo Olli Köppel 
Lina Keppler Moni Laier 
Waltraud Bäuerle Tanja Jung 
Wernerle Bäuerle Robin Mümmler 
  
Kneipenwirt Willi Stefan Wagner 
Meßmerin Else Janina Mattes 
Lehrerin Frl. Güntner Daniela Staiger 
  
WEITERE KINDER DES ORTES:  
Fritz (Willis Laufbursche) Oliver Specht 
Hans Marcel Merkl 
Helga Nadja Näpfel 
Karl-Heinz Dennis Hutfles 
Paul Daniel Schmidt 
  
REGIE: Sabine Geiger 
Regieassistenz: Oliver Köppel 

"Wir spielen bei jedem Wetter! Start ist immer an der Kelter, Untere Kelterstrasse, Tamm.

Eintritt: 11,- E / 8,- E

Vorverkaufsstellen:
Rathaus Tamm, Geschäftsstelle TV Tamm, Hausgeräte Buhlinger, Schreibwaren Kellerstrass.

DIE EINTRITTSKARTE BITTE SORGFÄLTIG AUFBEWAHREN UND AUF VERLANGEN VORZEIGEN"


Jahresbericht0809Sodele.pdf

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